Malven – wunderschöne Bauerngartenblumen

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Posted by werner gernand | Posted in Blumensamen | Posted on 02-05-2012

Alcea Stockrosen

Einige der schönsten Malvenarten haben den direkten Weg aus Feld und Flur in unsere Gärten gefunden. Freunde der Bauerngärten halten es eher mit der gewöhnlichen Stockrose (Alcea rosea). Besonders beliebt sind die gefüllten Sorten, die mit dicken, pummeligen Knospen und wahren Blütenbällen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber auch die einfach blühenden bunten Samenmischungen in roten, rosa, weißen und gelben Tönen haben ihren Reiz. Hübsche einjährige Sommerblumen sind die Trichtermalven (Malope trifida) aus Spanien und Portugal mit schön gezeichneten, dunkelrosa und weißen Blüten sowie die nahe verwandten Bechermalven (Lavatera trimestris). Sie sind sowohl auffällige und dankbare Schnittblumen für die Vase als auch Dauerblüher in Rabatten. Besonders effektvoll wirken sie vor dunklem Hintergrund, beispielsweise einer Hecke, einer Mauer oder einem Zaun, in größeren Gruppen im Abstand von 20 bis 25 cm gepflanzt. Der Boden sollte sandig und nicht allzu nahrhaft sein, vor allem aber keinen Torf enthalten.

Ipomea Trichterwinde

Aussaat und Kultur: März/April Vorkultur in Saatschalen o.ä., Freilandaussaat ab Mitte April direkt an Ort und Stelle breitwürfig oder in Reihen säen. Das Saatbeet schattig und feucht halten. Die erstarkten Jungpflanzen auf 35×40 cm vereinzeln. Keimtemperatur: 18° C. Keimdauer: 10-15 Tage.

Bechermalven

Wer verträgt sich mit wem?

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 02-04-2012

Fruchtfolge und Mischkultur
Die Großeltern wußten noch um die Wichtigkeit des jährlichen Fruchtwechsels bei der Bestellung ihres Gartens. Denn: der Fruchtwechsel und die Mischkultur zählen im Gemüsegarten zu den wichtigsten vorbeugenden Kulturmaßnahmen gegen Bodenmüdigkeit, einseitigen Nährstoffentzug sowie die Übertragung von Schaderregern. Diese Übersicht zeigt, welche Pflanzen bedenkenlos nacheinander angebaut werden können (Vorkulturen) und welche Pflanzen möglichst nicht zusammengepflanzt werden sollten (Mischkulturen).

  • Bohnen
    nach: Kohl, Salat, Radieschen, Rettich, auch nach Bohnen
    nicht mit: Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch, Zwiebeln
  • Erbsen
    nach: Kohl, Kartoffeln, nicht nach Lauch oder Zwiebeln
    nicht mit: Bohnen, Knoblauch, Lauch, Tomaten, Zwiebeln
  • Gurken
    nach: allen Vorfrüchten, möglichst alle 3 Jahre wechseln
    nicht mit: Kartoffeln, Radieschen, Rettich, Tomaten
  • Kartoffeln
    nach: allen Vorfrüchten, außer nach Tomaten
    nicht mit: Erbsen, Gurken, Kohl, Rote Beete, Sellerie, Tomaten
  • Kohlarten
    nach: Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Salat, Spinat, Möhren
    nicht mit: Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln
  • Lauch
    nach: allen Vorfrüchten außer nach Zwiebeln
    nicht mit: Bohnen, Erbsen, Rote Beete, Sellerie
  • Möhren
    nach: Kohl, Bohnen, Erbsen, Lauch, Tomaten, nicht nach Sellerie
    nicht mit: Rote Beete, Zwiebeln, Zucchini, Kürbis
  • Radieschen
    nach: Salat, Spinat
    nicht mit: Gurken, Chinakohl, Zwiebeln
  • Rote Beete
    nach: Salat, Kohlrabi, Rettich, nicht nach Spinat u. Mangold
    nicht mit: Kartoffeln, Lauch, Mais, Tomaten, Möhren, Spinat
  • Salat
    nach: allen Vorfrüchten
    nicht mit: Gurken, Petersilie, Sellerie, Fenchel, Rettich
  • Sellerie
    nach: Kohl, Bohnen, Erbsen, nicht nach Möhren, Petersilie, Sellerie
    nicht mit: Gurken, Kartoffeln, Kopfsalat, Zuckermais
  • Spinat
    nach: Frühkartoffeln, Erbsen, Buschbohnen
    nicht mit: Rote Beete, Zwiebeln, Mangold
  • Tomaten
    nach: allen Vorfrüchten, außer Kartoffeln, auch nach Tomaten
    nicht mit: Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi
  • Zwiebeln
    nach: Möhren, Gurken, Erbsen, Spinat, Salat, nicht nach Lauch
    nicht mit: Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Kohl, Möhren, Radieschen

Baumpflege – Schneiden & schützen

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 01-03-2012

Wer dauerhaft qualitativ hochwertiges Stein- und Kernobst ernten möchte, wird um einen regelmäßigen Schnitt seiner Apfel-, Birnen- und Kirschbäume nicht herumkommen. Winter- und Sommerschnitt verursachen Wunden, die fachgerecht behandelt werden müssen. Ebenso wichtig sind weitere Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Obstbäume.

Obstbaumschnitt fördert den Ertrag
Nur Früchte, die viel Luft, Licht und Sonne bekommen, reifen voll aus und schmecken gut. Durch regelmäßiges Auslichten und Zurückschneiden stehen die Äste weniger dicht und die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Das erleichtert nicht nur die Ernte- und Pflegearbeiten, auch Pilzkrankheiten wie z.B. Obstschorf oder Monilia-Fruchtfäule treten weniger stark auf.

Behandlung von Schnittwunden
Beim Schneiden der Obstbäume ist darauf zu achten, daß größere Schnittstellen sorgfältig verschlossen werden. Dazu eignet sich ein Wundverschlußmittel. Durch das vollständige Verstreichen werden die entstandenen Wunden wie durch ein Pflaster geschützt. Sie verheilen schnell, und das Eindringen von Krankheitserregern wird verhindert.

Winter- und Austriebsspritzung
Spinnmilben, Blattläuse, Schildläuse und Frostspanner treten häufig an Obstgehölzen auf. Hier kann man im Januar bis März eine Behandlung mit einem Austriebsspritzmittel vornehmen. Dieses insektizidfreie Paraffinöl-Präparat tötet die überwinternden Stadien der Schädlinge.

Leimringe gegen Raupen
Frostspanner-Raupen können durch ihre Fraßtätigkeit große Schäden an Obstgehölzen verursachen. Es sei denn, man legt schon ab Anfang September einen Raupenleimring um die Stämme. Dadurch werden die flugunfähigen Weibchen an der Eiablage gehindert. Auch Ameisen lassen sich so von den Bäumen fernhalten.

Kräuter aus dem eigenen Garten

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Posted by werner gernand | Posted in Kräutersamen | Posted on 01-02-2012

Frische Kräuter aus eigener Anzucht machen jede Mahlzeit zum Genuß. Aber auch so manches Wehwehchen läßt sich oftmals schon mit Heilkräutern aus der Gartenapotheke kurieren. Die meisten Heil- und Gewürzkräuter sind recht anspruchslos und daher problemlos im Garten, aber auch in Töpfen auf der Terasse oder dem Balkon anzubauen.

Küchen- und Heilkräuter
Der Übergang von Gewürzkräutern zu Arzneikräutern ist oftmals fließend. Salbei läßt sich beispielsweise sowohl zum Würzen von Speisen verwenden als auch zum Gurgeln. Pfefferminztee hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, die Blätter eignen sich aber ebenso zum Aromatisieren von Lammfleisch und Salatsoßen. Thymian dient nicht nur der Verfeinerung von Fleischgerichten, Nudeln oder Eintöpfen. Als Heilpflanze hilft er auch bei Husten, Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden und Blähungen.

Ausdauernde Arten
Ausdauernde Stauden wie Estragon, Lavendel, Liebstock, Melisse, Oregano, Pfefferminze, Pimpinelle, Rosmarin, Rucola (Wildform), Salbei, Schnittlauch, Thymian und Ysop bleiben mehrere Jahre am gleichen Platz und sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Ein- und zweijährige Arten
Diese Kräuter muß man immer wieder neu aussäen. Hierzu gehören zum Beispiel Basilikum, Bohnenkraut, Boretsch, Dill, Kresse, Kerbel, Koriander, Kümmel, Majoran, Petersilie, Portulak, Rucola, Sauerampfer. Zum Vorkultivieren kommen sie auf die Fensterbank oder ins Gewächshäuschen. Ab Mitte Mai können Aussaat und Anzucht direkt im Freiland vorgenommen werden. Hinweise auf der Samentüte bezüglich Standort, Saattiefe usw. sollten beachtet werden.

Kräuter richtig ernten
Mit Ausnahme von Kresse und Kerbel, die nicht mehr nachwachsen müssen, sollte man niemals alle Triebe einer Kräuterpflanze abschneiden. Basilikum, Bohnenkraut oder Majoran werden etwa 10 cm über dem Boden abgeschnitten. Bei größeren Kräutern wie Boretsch, Estragon, Liebstock oder Pfefferminze beschränkt man sich auf die obersten Triebspitzen, bei mehrjährigen Stauden auf das Ausschneiden einzelner Triebe bis auf den Boden.

Jeder Kleingärtner treibt es anders – Anzucht unter Glas und Folie

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 02-01-2012

Immer mehr Gartenfreunde und Hobbygärtner machen sich mit einem Kleingewächshaus unabhängig vom Klima und Wetter. Schon mit einem kleinen Folientunnel läßt sich das Gartenjahr um einige Wochen verlängern. Ein verregneter Sommer, ein naßkalter Herbst, ein langer Winter – für den Gewächshausgärtner kein Problem. Ob aus robustem Aluminium mit Isolierung, aus alten Fenstern oder einfach aus mit Plastikfolie bespannten Holzlatten gefertigt, ein Gewächshaus bietet für die Anzucht von Gemüse, Kräutern und Blumen eine Menge Vorteile.

Kräuter und Gemüse
Im Gewächshaus gedeihen schon im zeitigen Frühjahr, wenn Spätfröste den Anbau im Freien noch unmöglich machen, leckerer und zarter Kopfsalat und die ersten knackigen Radieschen oder Eiszäpfchen. Im Spätsommer verlängert sich die Erntezeit von Auberginen, Tomaten und Paprika. Auch empfindliche Pflanzen wie Zucchini, Melonen und Gurken finden hier in verregneten Sommern optimale Bedingungen vor. Als Vor- und Nachkulturen eignen sich Blumenkohl, Spinat, Kohlrabi, Sellerie, Endivien, Feldsalat, Bohnen und natürlich alle Küchenkräuter. Während man im Freiland ein bis zweimal erntet, erreicht man im Gewächshaus 4-5 Ernten im Jahr. Schon eine Grundfläche von ca. 12 qm reicht dabei aus, um eine vierköpfige Familie zu versorgen.

Blumen und Zierpflanzen
Auch Blumen und andere Zierpflanzen lieben das Klima im Treibhaus. Petunien und Geranien blühen hier schon lange vor den Eisheiligen. Gartenfreunde, die ihr Gewächshaus frostfrei halten können, haben hier einen idealen Ort für die Überwinterung von Kübel- und Balkonpflanzen.

Ungeliebter Gast im Garten – die Wühlmaus

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 21-12-2011

Wühlmaus

Die Wühlmäuse (Arvicolinae) stellen eine Unterfamilie der Wühler (Cricetidae) mit  über 150 Arten dar. Zu den bekanntesten Arten gehören die Feldmaus, die Rötelmaus, die Bisamratte, die Schermäuse und die Lemminge.

Die Wühl- oder Schermaus lebt in dicht unter der Erdoberfläche liegenden Gangsystemen. Bei ihrer Wühltätigkeit wirft sie längliche, flache Erdhaufen auf, die meist mit Gras oder Wurzeln durchzogen sind. Aus diesem Grund wird ihr Auftreten auch oft mit dem des Maulwurfs verwechselt. Dessen Erdhaufen sind jedoch rundlich und größer und werden in regelmäßigen Abständen aufgeworfen. Wühl- oder Schermäuse treten vor allem dort auf, wo Wiesen oder Brachland an die Gartengrundstücke angrenzen. In wühlmausgefährdeten Gärten bietet sich jetzt eine Bekämpfung dieser Schädlinge an, denn im nahrungsarmen Winter nehmen die Tiere die Köder besser an als im Sommerhalbjahr. Schädigungen durch Wühlmäuse erkennt man bei z.B. Obstbäumen und anderen Gehölzen daran, daß die Pflanzen plötzlich ohne ersichtlichen Grund absterben. Wenn man die Pflanzen ausgrabt, bemerket man, daß sie sehr locker in der Erde stehen und sich zum Teil leicht aus dem Boden ziehen lassen. Der Grund: Die Wurzeln sind bis auf einen Stumpf abgenagt. Neben den Wurzeln von Gehölzen werden aber auch Blumenzwiebeln, Knollen und verschiedene Arten von Wurzelgemüse gefressen.

Wie bekämpfen?
Eine Methode, mit der man die Nager für immer los wird, gibt es leider nicht. Sind die Wühlmäusen im Garten bieten sich nur zwei Verfahren an, die einen gewissen Erfolg versprechen: aufstellen von Fallen; oder das Auslegen von Ködern. Zuletzt noch ein Tipp: Im wühlmaus-verseuchten Garten pflanzt man junge Obstbäume am besten in einem engmaschigen Drahtkorb in die Erde. Daran beißt sich selbst der hartnäckigste Nager die kleinen Zähnchen aus.

 

Wo sind eigentlich die Schädlinge im Winter?

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Posted by werner gernand | Posted in Allgemein | Posted on 09-12-2011

Ja, wo sind sie denn? Wenn der Garten in die Winterpause geht, legen auch die meisten Schädlinge eine Ruhepause ein. Sie stoppen ihre Entwicklung so lange, bis die Natur wieder ausreichend Nahrung liefert, die das Überleben weiterer Generationen sichert. Die Pflanzen stellen ihr Wachstum ein und ihre Schädlinge sind spurlos verschwunden. Im Frühjahr sind sie wieder da, im Garten, auf den Feldern und im Wald.

Wo waren sie in den kalten Monaten?

Tief in der Erde warten Schnecken und einige Käferarten mit ihren gefräßigen Larven auf den Frühling. Unter den meist eher kälteempfindlichen Blattläusen gibt es Frostspezialisten, die minus 18 Grad überstehen. Der Borkenkäfernachwuchs schützt sich im Holz und in der Rinde von Bäumen vor der Kälte.

Schnecken bei Eiablage

Schnecken gehen unter die Erde
Nacktschnecken richten im Garten  große Schäden an. Besonders gefürchtet sind die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticularum), eine gelblich braune bis zu fünf Zentimeter lange Spezies mit einer netzartigen Zeichnung, die bis zu zwölf Zentimeter lange Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus) mit ihrer auffallend orange bis rotbraunen Färbung und die kleine, dunkelgrau bis Schwarze Gartenwegschnecke (Arion hortensis). Alle drei Arten überwintern als ausgewachsene Schnecken im Boden und verkriechen sich vor der Kälte in die Tiefe. Dabei nutzen sie Gänge und Löcher anderer Bodenbewohner sowie Hohlräume, die zum Beispiel im Garten durch tiefes Umgraben oder auf dem Feld durch das Pflügen entstehen können. Sogar Weinbergschnecken mit Schneckenhaus können bis zu zwei Meter tief in den Boden eindringen.
Werden die Temperaturen milder, kehren die Schnecken wieder in die oberen Bodenschichten zurück. Werden die Weichtiere zu zahlreich, muss allerdings Schneckenkorn eingesetzt werden.

Blattläuse – die “Überlebenskünstler”

Blattläuse

Blattläuse überwintern vorwiegend als Eier, die die Weibchen der letzten Generation im Herbst an Bäumen ablegen. Grundsätzlich gilt: Je tiefer die Temperaturen sinken, desto weniger Blattläuse überstehen die kalte Zeit. Allerdings gibt es unter ihnen auch Kälteexperten, die Minustemperaturen bis zu 18 Grad Celsius verkraften. Die Gelege sind viel unempfindlicher als ausgewachsene Blattläuse. Eier der Fichtenröhrenlaus können Minustemperaturen bis zu 60 Grad und damit sibirischen Verhältnissen trotzen.

Viele Schädlinge haben einen Weg gefunden, der Kälte zu trotzen. Deshalb entscheiden selten die Wintertemperaturen über das Schädlingsaufkommen im folgenden Gartenjahr. Maßgebend ist das Wetter im Herbst und Frühling. Regnet es während dieser Zeit häufig, breiten sich rasch Pilze aus, die die Schädlinge befallen. Auch Frost im späten Frühling dezimiert die Insekten, weil die meisten ihren Winterschutz dann schon verlassen haben.

Leben unsere Gartenpflanzen von Luft und Liebe ?

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 01-11-2011

Brandschäden-Überdüngung

Für Zierpflanzen und Gemüse stehen in unseren Gärten meistens immer nur dieselben Flächen zur Verfügung. Sträucher und Obstbäume nehmen ohnehin ein mehrjähriges Dauerquartier in Anspruch. Sie alle entziehen dem Boden Jahr für Jahr die Nährstoffe, die sie für ihr Wachstum brauchen. Es sind übrigens größtenteils die Stoffe, die auch die Menschen, Tiere und Mikroorganismen zum Leben brauchen. Im Boden kann der Appetit der Pflanzen im Laufe der Zeit zu einer Verarmung von Humus und dieser mineralischen Stoffe führen. Deshalb muss regelmäßig mit der Düngung für Nachschub gesorgt werden. Das kommt nicht nur dem Gemüse und Obst zugute, sondern ist auch gesund für die Verbraucher, die es verzehren.

Organische und mineralische Düngung
Gedüngt werden kann mit organischen- und Mineraldüngern wie Orgamin. Dies  fördert die Humusbildung im Boden und sein Wasserspeichervermögen. Die in organischen Düngern gebundenen Nährstoffe, können die Pflanzen allerdings erst nutzen, wenn die Bodenorganismen sie „aufgeschlossen“ haben. Das passiert aber nur bei warmen Temperaturen und ausreichender Feuchtigkeit. In einem kühlen Frühjahr kann es daher leicht zu Mangelsituationen kommen. Die anderen, die Mineraldünger, liefern Nährstoffe in einem ganz bestimmten, für das Pflanzenwachstum günstigen, Verhältnis.

Eine gute Möglichkeit  ist auch eine Bodenuntersuchung. Dazu gehört auch, dass der Kalkbedarf bzw. der pH-Wert, also der Säuregrad, des Bodens festgestellt wird. Bei erhöhten Nährstoffdefiziten im Boden, werden Mangelerscheinungen an den Pflanzen sichtbar.

Welche Nährstoffen brauchen die meisten Pflanzen?
Die Nährstoffe, von denen die Pflanzen am meisten brauchen, sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Aber auch Calcium (enthalten in Kalkdüngern), Schwefel und Magnesium sind für ein gesundes Wachstum ebenso wichtig. Und nicht zu vergessen, die Spurennährstoffe wie Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Chlor, Bor und Molybdän.

Eisenmangel

Stickstoff
ist der Motor des Pflanzenwachstums und ein wesentlicher Bestandteil der Trägersubstanz des Lebens, nämlich der Pflanzenzellen. Dazu gehören ihre Bestandteile, die die Erbinformationen speichern (Gene). Stickstoff ist in allen Eiweißen der Pflanze enthalten, im Blattgrün und in verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffen, die für die gesunde Ernährung der Menschen wichtig sind. Er sorgt für kräftiges Wachstum der Triebe und Blätter. Kommt die Stickstoffversorgung zu kurz, stockt das Wachstum und die Blätter hellen sich auf, vergilben.

Phosphor
ist für optimale Blütenbildung, den Fruchtansatz und Energiestoffwechsel „zuständig“. So fangen die Pflanzen mit ihrer Photosynthese das Sonnenlicht ein, um damit organische Substanz zu produzieren. Mangelt es an Phosphor, bleiben die Blätter und Blüten kleiner und können auch missgebildet sein. Bei Obstbäumen kann es zu einem vorzeitigen Fruchtfall kommen. Überwinternde Pflanzen besitzen eine geringere Winterhärte.

Kalium

Kalium
hilft mit, Stoffwechselvorgänge in den Pflanzen zu steuern und das oft knappe Wasser optimal auszunutzen. Gut mit Kalium ernährte Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Angriffe von Schaderregern. Wenn es an Kalium fehlt, welken die Pflanzen leichter. Man kann den Mangel z. B. bei Tomaten auch daran erkennen, dass an älteren Blättern, weißgelbe Punktnekrosen entlang der Blatterränder entstehen, die später zusammenhängend braun werden. Die Früchte reifen ungleichmäßig und bleiben eher blass. Die mangelnde farbliche Ausfärbung gilt auch für andere Früchte. Das Fruchtfleisch der Äpfel beispielsweise bleibt außerdem sauer, weil zuckerarm.

Magnesium
ist ein zentraler Baustein des Blattgrüns (Chlorophyll). Ohne diesen Stoff würde die Photosynthese überhaupt nicht funktionieren, das heißt, Sonnenlicht könnte nicht für die Bildung von Biomasse genutzt werden. Fehlt Magnesium, erkennt man das z. B. bei Tomatenpflanzen an chlorotischen (gelblichen) Flecken, die sich vom Rand nach innen ausbreiten, bis die Blätter schließlich ganz vergilben, herunter hängen und absterben. An Nadelbäumen führt Magnesium-Mangel zu den so genannten Gelb- und Goldspitzen. An Obstbäumen verfärben sich die Blätter unterschiedlich, bis es zu vorzeitigem Blattfall kommt. Magnesiummangel kann auch durch unverhältnismäßig hohe Kalium- und Kalkgehalte (Calcium) im Boden hervorgerufen werden.

Den Boden mit verschiedenen Nährstoffen düngen!
Ein typischer Dünger für den Gemüsegarten ist Blaukorn. Er kann z. B. 14 Prozent Stickstoff, 7 Prozent Phosphor und 17 Prozent Kalium, aber auch andere Nährstoffkombinationen enthalten. Die Düngermenge sollte sich auch nach dem spezifischen „Hunger“ der Pflanzen richten. Zu den so genannten Schwachzehrern zählen Radieschen, Salat, Spargel oder Zwiebeln. Sie entziehen dem Boden nur verhältnismäßig wenig Nährstoffe. So werden von einer 10 m² großen Fläche mit Salat ca. 70 g Stickstoff entzogen, 25 g Phosphor und 150 g Kalium. Chinakohl gehört dagegen ebenso wie Porree oder Rhabarber zu den Starkzehrern und entzieht dem Boden 150 g Stickstoff, 55 g Phosphor und 210 g Kalium.

Wann soll gedüngt werden?
Obstbäume, Nadelbäume oder Ziersträucher sollten im zeitigen Frühjahr gedüngt werden. Für einjährige Kulturen wie Gemüse und Blumen ist der beste Zeitpunkt vor der Saat oder beim  Auspflanzen. Falls erforderlich, noch ein- oder zweimal während der Vegetationszeit. So kann zum Auspflanzen der Tomaten ein Spezialdünger mit 9 Prozent Stickstoff, 6 Prozent Phosphor, 15 Prozent Kalium, 4 Prozent Magnesium und allen wichtigen Spurennährstoffen gegeben werden. Pelargonien und Petunien in Balkonkästen und Kübelpflanzen haben nur ein kleines Bodenvolumen zur Verfügung. Deshalb sind hier regelmäßige Düngegaben über die gesamte Wachstumszeit notwendig, damit sie ihre volle Blühkraft entfalten. Schnittstauden werden im zeitigen Frühjahr und im Sommer nach dem Rückschnitt gedüngt.

Die Narrentaschenkrankheit

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 06-10-2011

Als ich neulich durch den Garten ging und an meinem Zwetschgenbaum vorbeikam, dachte ich: wie sehen denn bloß meine Quetschen aus? (Quetsche ist hessich für Zwetschgen). Bei nährer Untersuchung sah ich die Bescherung. Meine Quetschen hatten die Narrentaschenkrankheit. Die Narrenkrankheit (auch: Narrentaschenkrankheit oder Taschenkrankheit) ist eine ansteckende Pilzerkrankung der Pflaumen und Zwetschgen. Diese Krankheit wird hervorgerufen durch den Pilz Taphrina pruni. Junge befallene Früchte entwickeln sich im Mai schneller als nicht befallene Früchte. Ursache dafür ist ein vom Pilz erzeugtes Pflanzenhormon (Indolylessigsäure). Die Früchte erscheinen schotenförmig mit anfangs noch glatter und hellgrüner Oberfläche, die dann runzelig und gelblich wird. Das Fruchtfleisch ist grün, hart und saftlos. Es entwickelt sich kein Kern im inneren Hohlraum (daher der Name Narrentaschenkrankheit). Die Früchte sind geschmacklos und ungiftig, beginnen früh zu faulen und fallen bald ab. Sie werden auch als Hungerzwetschgen, Hungerpflaumen, Narrentaschen oder Schusterpflaumen bezeichnet. Selten werden auch Blätter und Triebe befallen und zeigen dann Misswuchs, wie Verdickungen und Krümmungen. Die Früchte faulen oder trocknen ein und bleiben bis ins nächste Jahr als Fruchtmumien in der Baumkrone hängen. Vor allem in Jahren mit sehr viel Niederschlägen kurz vor und während der Blühperiode kommt es immer wieder zu starken Infektionen mit dieser Pilzkrankheit. Der Pilz überwintert auf den Trieben. Zur Blütezeit dringt er in den Fruchtknoten ein und führt zu den auffällig deformierten Früchten.

Vorbeugende Maßnahmen:
- Befallene Früchte frühzeitig abpflücken und vernichten.
- Durch regelmäßigen Schnitt für schnelles Abtrocknen des Laubes sorgen.
- Schnittwunden sorgfältig mit  Wundverschluss verstreichen.
- Vor dem Austrieb und während der Blüte mehrmals mit einem Pflanzenstärkungsmittel behandeln.

Kürbisse – eine beeindruckende Vielfalt

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Posted by werner gernand | Posted in Gemüsesamen | Posted on 01-10-2011

In den letzten Jahren erfreuen sich die Kürbisse wachsender Beliebtheit. Die Früchte werden im Herbst nicht nur als Gemüse, sondern besonders zu Halloween als Dekoration verwendet. Beeindruckend ist  vor allem die ungeheure Farben- und Formenvielfalt der Gewächse. Die Farbpalette reicht  vom blassen Weiß über zahlreiche Variationen und Farbkombinationen in sattem Orange, Grün, Gelb und Rot bis hin zu verschiedenen Grautönen. Auch in der Struktur weist die Fruchtschale große Unterschiede auf. Die Oberfläche kann glatt, gerippt, verkorkt oder warzig sein.

Der Kürbis gehört wie auch die Gurke, die Zucchini, die Melone oder die Wassermelone zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie umfasst etwa 100 Gattungen und rund 800 Arten. Die wichtigsten im Gemüsebau kultivierten Arten sind der Gartenkürbis (Cucurbita pepo), der Riesenkürbis (Cucurbita maxima) und der Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata). Die Kürbisfrucht, botanisch gesehen eine Beere, ist ein echtes Schwergewicht im Pflanzenreich. Der schwerste, bislang registrierte Kürbis (Prizewinner) brachte 782 Kilogramm auf die Waage. Der Kürbis ist die Pflanze mit den größten Beeren und größten Samen und gehört mit über 90 Prozent Wassergehalt zu den wasserreichsten Gemüsearten. Sein deutscher Name leitet sich vom lateinischen Corbis für Korb, Gefäß ab.

Was ist das Besondere am Kürbis?
Kürbispflanzen sind echte Rekordhalter: Sie entwickeln die größten Früchte der Erde. Mit seiner enormen Sortenvielfalt ist der Kürbis vielseitig wie kaum ein anderes Gemüse. Er lässt sich braten, grillen, dünsten, überbacken, kochen, einlegen oder pürieren. Man kann ihn süß oder pikant zubereiten. Nicht nur unserem Gaumen hat der Kürbis einiges zu bieten, sondern auch unserer Gesundheit. Kürbis hat ein ausgesprochen günstiges Natrium-Kalium-Verhältnis und enthält extrem viel Beta-Carotin, dazu Vitamine der B-Gruppe, Magnesium, Calcium, Eisen, Phosphor und Kieselsäure.

Muscat de Provence

Wie baut man Kürbisse selber an?
Kürbisse sind kräftig im Wuchs, deswegen gedeihen sie am besten bei voller Sonne in einem Gartenbeet mit tiefgründigem Boden.  Die Anzucht von Kürbissen ist recht einfach. Man kann Mitte Mai, nach den letzten Frösten direkt ins Freiland säen. Abstand: 1,5 x 1m, 3 Korn je Pflanzstelle. Keimtemperatur: optimal 15-20°C. Auch die Vorkultur in Töpfen lohnt sich, weil man die kräftigen Jungpflanzen nach den Eisheiligen Mitte Mai direkt ins Freiland pflanzen kann und so früher erntet. Die Aussaat beginnt etwa Mitte/Ende April im Haus. Am besten verwendet man pro Samen einen kleinen Topf, damit man sich das spätere Pikieren ersparen kann. Kürbisse benötigen zumindest bis zum Fruchtansatz viel Wasser und sollten nach Möglichkeit während der ganzen Kulturzeit gewässert werden. Kürbis ist mit sich selbst und allen anderen Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae, also Gurken und Melonen) unverträglich.

Zierkürbis

Wie werden Kürbisse richtig gedüngt?
Innerhalb kurzer Zeit wachsen Kürbisse den Acker zu und setzen viele Früchte an. Um so viel Biomasse bilden zu können, benötigen sie ausreichend Dünger. Der Boden wird gut gelockert, dabei 3,5 kg Kompost und 50-80 g Horngriess je Quadratmeter eingearbeitet.

Wie werden Kürbisse richtig gepflegt?
Mit ihren großen Blättern bedecken Kürbispflanzen schnell den Boden der Beete und Felder. Dann müssen sie kaum mehr gepflegt werden. Sie sind vergleichsweise unempfindliche Feld- und Gartenfrüchte.

Sweet Dumpling

Wie werden Kürbisse richtig geerntet?
Kürbisse sollten immer reif geerntet werden, denn nur wenige Sorten reifen bei Lagerung nach. Die Kürbisse sollten so lange wie möglich in den Beeten ausreifen, dann halten sie bis weit in den Winter hinein. Kürbisse sind aber nur dann lagerfähig, wenn ihre Schale sauber und unverletzt ist, ansonsten kann sich schnell Fäule ausbreiten.