Kräuter aus dem eigenen Garten

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Posted by werner gernand | Posted in Kräutersamen | Posted on 01-02-2012

Frische Kräuter aus eigener Anzucht machen jede Mahlzeit zum Genuß. Aber auch so manches Wehwehchen läßt sich oftmals schon mit Heilkräutern aus der Gartenapotheke kurieren. Die meisten Heil- und Gewürzkräuter sind recht anspruchslos und daher problemlos im Garten, aber auch in Töpfen auf der Terasse oder dem Balkon anzubauen.

Küchen- und Heilkräuter
Der Übergang von Gewürzkräutern zu Arzneikräutern ist oftmals fließend. Salbei läßt sich beispielsweise sowohl zum Würzen von Speisen verwenden als auch zum Gurgeln. Pfefferminztee hilft bei Magen-Darm-Beschwerden, die Blätter eignen sich aber ebenso zum Aromatisieren von Lammfleisch und Salatsoßen. Thymian dient nicht nur der Verfeinerung von Fleischgerichten, Nudeln oder Eintöpfen. Als Heilpflanze hilft er auch bei Husten, Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden und Blähungen.

Ausdauernde Arten
Ausdauernde Stauden wie Estragon, Lavendel, Liebstock, Melisse, Oregano, Pfefferminze, Pimpinelle, Rosmarin, Rucola (Wildform), Salbei, Schnittlauch, Thymian und Ysop bleiben mehrere Jahre am gleichen Platz und sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Ein- und zweijährige Arten
Diese Kräuter muß man immer wieder neu aussäen. Hierzu gehören zum Beispiel Basilikum, Bohnenkraut, Boretsch, Dill, Kresse, Kerbel, Koriander, Kümmel, Majoran, Petersilie, Portulak, Rucola, Sauerampfer. Zum Vorkultivieren kommen sie auf die Fensterbank oder ins Gewächshäuschen. Ab Mitte Mai können Aussaat und Anzucht direkt im Freiland vorgenommen werden. Hinweise auf der Samentüte bezüglich Standort, Saattiefe usw. sollten beachtet werden.

Kräuter richtig ernten
Mit Ausnahme von Kresse und Kerbel, die nicht mehr nachwachsen müssen, sollte man niemals alle Triebe einer Kräuterpflanze abschneiden. Basilikum, Bohnenkraut oder Majoran werden etwa 10 cm über dem Boden abgeschnitten. Bei größeren Kräutern wie Boretsch, Estragon, Liebstock oder Pfefferminze beschränkt man sich auf die obersten Triebspitzen, bei mehrjährigen Stauden auf das Ausschneiden einzelner Triebe bis auf den Boden.

Jeder Kleingärtner treibt es anders – Anzucht unter Glas und Folie

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 02-01-2012

Immer mehr Gartenfreunde und Hobbygärtner machen sich mit einem Kleingewächshaus unabhängig vom Klima und Wetter. Schon mit einem kleinen Folientunnel läßt sich das Gartenjahr um einige Wochen verlängern. Ein verregneter Sommer, ein naßkalter Herbst, ein langer Winter – für den Gewächshausgärtner kein Problem. Ob aus robustem Aluminium mit Isolierung, aus alten Fenstern oder einfach aus mit Plastikfolie bespannten Holzlatten gefertigt, ein Gewächshaus bietet für die Anzucht von Gemüse, Kräutern und Blumen eine Menge Vorteile.

Kräuter und Gemüse
Im Gewächshaus gedeihen schon im zeitigen Frühjahr, wenn Spätfröste den Anbau im Freien noch unmöglich machen, leckerer und zarter Kopfsalat und die ersten knackigen Radieschen oder Eiszäpfchen. Im Spätsommer verlängert sich die Erntezeit von Auberginen, Tomaten und Paprika. Auch empfindliche Pflanzen wie Zucchini, Melonen und Gurken finden hier in verregneten Sommern optimale Bedingungen vor. Als Vor- und Nachkulturen eignen sich Blumenkohl, Spinat, Kohlrabi, Sellerie, Endivien, Feldsalat, Bohnen und natürlich alle Küchenkräuter. Während man im Freiland ein bis zweimal erntet, erreicht man im Gewächshaus 4-5 Ernten im Jahr. Schon eine Grundfläche von ca. 12 qm reicht dabei aus, um eine vierköpfige Familie zu versorgen.

Blumen und Zierpflanzen
Auch Blumen und andere Zierpflanzen lieben das Klima im Treibhaus. Petunien und Geranien blühen hier schon lange vor den Eisheiligen. Gartenfreunde, die ihr Gewächshaus frostfrei halten können, haben hier einen idealen Ort für die Überwinterung von Kübel- und Balkonpflanzen.

Ungeliebter Gast im Garten – die Wühlmaus

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 21-12-2011

Wühlmaus

Die Wühlmäuse (Arvicolinae) stellen eine Unterfamilie der Wühler (Cricetidae) mit  über 150 Arten dar. Zu den bekanntesten Arten gehören die Feldmaus, die Rötelmaus, die Bisamratte, die Schermäuse und die Lemminge.

Die Wühl- oder Schermaus lebt in dicht unter der Erdoberfläche liegenden Gangsystemen. Bei ihrer Wühltätigkeit wirft sie längliche, flache Erdhaufen auf, die meist mit Gras oder Wurzeln durchzogen sind. Aus diesem Grund wird ihr Auftreten auch oft mit dem des Maulwurfs verwechselt. Dessen Erdhaufen sind jedoch rundlich und größer und werden in regelmäßigen Abständen aufgeworfen. Wühl- oder Schermäuse treten vor allem dort auf, wo Wiesen oder Brachland an die Gartengrundstücke angrenzen. In wühlmausgefährdeten Gärten bietet sich jetzt eine Bekämpfung dieser Schädlinge an, denn im nahrungsarmen Winter nehmen die Tiere die Köder besser an als im Sommerhalbjahr. Schädigungen durch Wühlmäuse erkennt man bei z.B. Obstbäumen und anderen Gehölzen daran, daß die Pflanzen plötzlich ohne ersichtlichen Grund absterben. Wenn man die Pflanzen ausgrabt, bemerket man, daß sie sehr locker in der Erde stehen und sich zum Teil leicht aus dem Boden ziehen lassen. Der Grund: Die Wurzeln sind bis auf einen Stumpf abgenagt. Neben den Wurzeln von Gehölzen werden aber auch Blumenzwiebeln, Knollen und verschiedene Arten von Wurzelgemüse gefressen.

Wie bekämpfen?
Eine Methode, mit der man die Nager für immer los wird, gibt es leider nicht. Sind die Wühlmäusen im Garten bieten sich nur zwei Verfahren an, die einen gewissen Erfolg versprechen: aufstellen von Fallen; oder das Auslegen von Ködern. Zuletzt noch ein Tipp: Im wühlmaus-verseuchten Garten pflanzt man junge Obstbäume am besten in einem engmaschigen Drahtkorb in die Erde. Daran beißt sich selbst der hartnäckigste Nager die kleinen Zähnchen aus.

 

Wo sind eigentlich die Schädlinge im Winter?

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Posted by werner gernand | Posted in Allgemein | Posted on 09-12-2011

Ja, wo sind sie denn? Wenn der Garten in die Winterpause geht, legen auch die meisten Schädlinge eine Ruhepause ein. Sie stoppen ihre Entwicklung so lange, bis die Natur wieder ausreichend Nahrung liefert, die das Überleben weiterer Generationen sichert. Die Pflanzen stellen ihr Wachstum ein und ihre Schädlinge sind spurlos verschwunden. Im Frühjahr sind sie wieder da, im Garten, auf den Feldern und im Wald.

Wo waren sie in den kalten Monaten?

Tief in der Erde warten Schnecken und einige Käferarten mit ihren gefräßigen Larven auf den Frühling. Unter den meist eher kälteempfindlichen Blattläusen gibt es Frostspezialisten, die minus 18 Grad überstehen. Der Borkenkäfernachwuchs schützt sich im Holz und in der Rinde von Bäumen vor der Kälte.

Schnecken bei Eiablage

Schnecken gehen unter die Erde
Nacktschnecken richten im Garten  große Schäden an. Besonders gefürchtet sind die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticularum), eine gelblich braune bis zu fünf Zentimeter lange Spezies mit einer netzartigen Zeichnung, die bis zu zwölf Zentimeter lange Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus) mit ihrer auffallend orange bis rotbraunen Färbung und die kleine, dunkelgrau bis Schwarze Gartenwegschnecke (Arion hortensis). Alle drei Arten überwintern als ausgewachsene Schnecken im Boden und verkriechen sich vor der Kälte in die Tiefe. Dabei nutzen sie Gänge und Löcher anderer Bodenbewohner sowie Hohlräume, die zum Beispiel im Garten durch tiefes Umgraben oder auf dem Feld durch das Pflügen entstehen können. Sogar Weinbergschnecken mit Schneckenhaus können bis zu zwei Meter tief in den Boden eindringen.
Werden die Temperaturen milder, kehren die Schnecken wieder in die oberen Bodenschichten zurück. Werden die Weichtiere zu zahlreich, muss allerdings Schneckenkorn eingesetzt werden.

Blattläuse – die “Überlebenskünstler”

Blattläuse

Blattläuse überwintern vorwiegend als Eier, die die Weibchen der letzten Generation im Herbst an Bäumen ablegen. Grundsätzlich gilt: Je tiefer die Temperaturen sinken, desto weniger Blattläuse überstehen die kalte Zeit. Allerdings gibt es unter ihnen auch Kälteexperten, die Minustemperaturen bis zu 18 Grad Celsius verkraften. Die Gelege sind viel unempfindlicher als ausgewachsene Blattläuse. Eier der Fichtenröhrenlaus können Minustemperaturen bis zu 60 Grad und damit sibirischen Verhältnissen trotzen.

Viele Schädlinge haben einen Weg gefunden, der Kälte zu trotzen. Deshalb entscheiden selten die Wintertemperaturen über das Schädlingsaufkommen im folgenden Gartenjahr. Maßgebend ist das Wetter im Herbst und Frühling. Regnet es während dieser Zeit häufig, breiten sich rasch Pilze aus, die die Schädlinge befallen. Auch Frost im späten Frühling dezimiert die Insekten, weil die meisten ihren Winterschutz dann schon verlassen haben.

Leben unsere Gartenpflanzen von Luft und Liebe ?

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 01-11-2011

Brandschäden-Überdüngung

Für Zierpflanzen und Gemüse stehen in unseren Gärten meistens immer nur dieselben Flächen zur Verfügung. Sträucher und Obstbäume nehmen ohnehin ein mehrjähriges Dauerquartier in Anspruch. Sie alle entziehen dem Boden Jahr für Jahr die Nährstoffe, die sie für ihr Wachstum brauchen. Es sind übrigens größtenteils die Stoffe, die auch die Menschen, Tiere und Mikroorganismen zum Leben brauchen. Im Boden kann der Appetit der Pflanzen im Laufe der Zeit zu einer Verarmung von Humus und dieser mineralischen Stoffe führen. Deshalb muss regelmäßig mit der Düngung für Nachschub gesorgt werden. Das kommt nicht nur dem Gemüse und Obst zugute, sondern ist auch gesund für die Verbraucher, die es verzehren.

Organische und mineralische Düngung
Gedüngt werden kann mit organischen- und Mineraldüngern wie Orgamin. Dies  fördert die Humusbildung im Boden und sein Wasserspeichervermögen. Die in organischen Düngern gebundenen Nährstoffe, können die Pflanzen allerdings erst nutzen, wenn die Bodenorganismen sie „aufgeschlossen“ haben. Das passiert aber nur bei warmen Temperaturen und ausreichender Feuchtigkeit. In einem kühlen Frühjahr kann es daher leicht zu Mangelsituationen kommen. Die anderen, die Mineraldünger, liefern Nährstoffe in einem ganz bestimmten, für das Pflanzenwachstum günstigen, Verhältnis.

Eine gute Möglichkeit  ist auch eine Bodenuntersuchung. Dazu gehört auch, dass der Kalkbedarf bzw. der pH-Wert, also der Säuregrad, des Bodens festgestellt wird. Bei erhöhten Nährstoffdefiziten im Boden, werden Mangelerscheinungen an den Pflanzen sichtbar.

Welche Nährstoffen brauchen die meisten Pflanzen?
Die Nährstoffe, von denen die Pflanzen am meisten brauchen, sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Aber auch Calcium (enthalten in Kalkdüngern), Schwefel und Magnesium sind für ein gesundes Wachstum ebenso wichtig. Und nicht zu vergessen, die Spurennährstoffe wie Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Chlor, Bor und Molybdän.

Eisenmangel

Stickstoff
ist der Motor des Pflanzenwachstums und ein wesentlicher Bestandteil der Trägersubstanz des Lebens, nämlich der Pflanzenzellen. Dazu gehören ihre Bestandteile, die die Erbinformationen speichern (Gene). Stickstoff ist in allen Eiweißen der Pflanze enthalten, im Blattgrün und in verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffen, die für die gesunde Ernährung der Menschen wichtig sind. Er sorgt für kräftiges Wachstum der Triebe und Blätter. Kommt die Stickstoffversorgung zu kurz, stockt das Wachstum und die Blätter hellen sich auf, vergilben.

Phosphor
ist für optimale Blütenbildung, den Fruchtansatz und Energiestoffwechsel „zuständig“. So fangen die Pflanzen mit ihrer Photosynthese das Sonnenlicht ein, um damit organische Substanz zu produzieren. Mangelt es an Phosphor, bleiben die Blätter und Blüten kleiner und können auch missgebildet sein. Bei Obstbäumen kann es zu einem vorzeitigen Fruchtfall kommen. Überwinternde Pflanzen besitzen eine geringere Winterhärte.

Kalium

Kalium
hilft mit, Stoffwechselvorgänge in den Pflanzen zu steuern und das oft knappe Wasser optimal auszunutzen. Gut mit Kalium ernährte Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Angriffe von Schaderregern. Wenn es an Kalium fehlt, welken die Pflanzen leichter. Man kann den Mangel z. B. bei Tomaten auch daran erkennen, dass an älteren Blättern, weißgelbe Punktnekrosen entlang der Blatterränder entstehen, die später zusammenhängend braun werden. Die Früchte reifen ungleichmäßig und bleiben eher blass. Die mangelnde farbliche Ausfärbung gilt auch für andere Früchte. Das Fruchtfleisch der Äpfel beispielsweise bleibt außerdem sauer, weil zuckerarm.

Magnesium
ist ein zentraler Baustein des Blattgrüns (Chlorophyll). Ohne diesen Stoff würde die Photosynthese überhaupt nicht funktionieren, das heißt, Sonnenlicht könnte nicht für die Bildung von Biomasse genutzt werden. Fehlt Magnesium, erkennt man das z. B. bei Tomatenpflanzen an chlorotischen (gelblichen) Flecken, die sich vom Rand nach innen ausbreiten, bis die Blätter schließlich ganz vergilben, herunter hängen und absterben. An Nadelbäumen führt Magnesium-Mangel zu den so genannten Gelb- und Goldspitzen. An Obstbäumen verfärben sich die Blätter unterschiedlich, bis es zu vorzeitigem Blattfall kommt. Magnesiummangel kann auch durch unverhältnismäßig hohe Kalium- und Kalkgehalte (Calcium) im Boden hervorgerufen werden.

Den Boden mit verschiedenen Nährstoffen düngen!
Ein typischer Dünger für den Gemüsegarten ist Blaukorn. Er kann z. B. 14 Prozent Stickstoff, 7 Prozent Phosphor und 17 Prozent Kalium, aber auch andere Nährstoffkombinationen enthalten. Die Düngermenge sollte sich auch nach dem spezifischen „Hunger“ der Pflanzen richten. Zu den so genannten Schwachzehrern zählen Radieschen, Salat, Spargel oder Zwiebeln. Sie entziehen dem Boden nur verhältnismäßig wenig Nährstoffe. So werden von einer 10 m² großen Fläche mit Salat ca. 70 g Stickstoff entzogen, 25 g Phosphor und 150 g Kalium. Chinakohl gehört dagegen ebenso wie Porree oder Rhabarber zu den Starkzehrern und entzieht dem Boden 150 g Stickstoff, 55 g Phosphor und 210 g Kalium.

Wann soll gedüngt werden?
Obstbäume, Nadelbäume oder Ziersträucher sollten im zeitigen Frühjahr gedüngt werden. Für einjährige Kulturen wie Gemüse und Blumen ist der beste Zeitpunkt vor der Saat oder beim  Auspflanzen. Falls erforderlich, noch ein- oder zweimal während der Vegetationszeit. So kann zum Auspflanzen der Tomaten ein Spezialdünger mit 9 Prozent Stickstoff, 6 Prozent Phosphor, 15 Prozent Kalium, 4 Prozent Magnesium und allen wichtigen Spurennährstoffen gegeben werden. Pelargonien und Petunien in Balkonkästen und Kübelpflanzen haben nur ein kleines Bodenvolumen zur Verfügung. Deshalb sind hier regelmäßige Düngegaben über die gesamte Wachstumszeit notwendig, damit sie ihre volle Blühkraft entfalten. Schnittstauden werden im zeitigen Frühjahr und im Sommer nach dem Rückschnitt gedüngt.

Die Narrentaschenkrankheit

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 06-10-2011

Als ich neulich durch den Garten ging und an meinem Zwetschgenbaum vorbeikam, dachte ich: wie sehen denn bloß meine Quetschen aus? (Quetsche ist hessich für Zwetschgen). Bei nährer Untersuchung sah ich die Bescherung. Meine Quetschen hatten die Narrentaschenkrankheit. Die Narrenkrankheit (auch: Narrentaschenkrankheit oder Taschenkrankheit) ist eine ansteckende Pilzerkrankung der Pflaumen und Zwetschgen. Diese Krankheit wird hervorgerufen durch den Pilz Taphrina pruni. Junge befallene Früchte entwickeln sich im Mai schneller als nicht befallene Früchte. Ursache dafür ist ein vom Pilz erzeugtes Pflanzenhormon (Indolylessigsäure). Die Früchte erscheinen schotenförmig mit anfangs noch glatter und hellgrüner Oberfläche, die dann runzelig und gelblich wird. Das Fruchtfleisch ist grün, hart und saftlos. Es entwickelt sich kein Kern im inneren Hohlraum (daher der Name Narrentaschenkrankheit). Die Früchte sind geschmacklos und ungiftig, beginnen früh zu faulen und fallen bald ab. Sie werden auch als Hungerzwetschgen, Hungerpflaumen, Narrentaschen oder Schusterpflaumen bezeichnet. Selten werden auch Blätter und Triebe befallen und zeigen dann Misswuchs, wie Verdickungen und Krümmungen. Die Früchte faulen oder trocknen ein und bleiben bis ins nächste Jahr als Fruchtmumien in der Baumkrone hängen. Vor allem in Jahren mit sehr viel Niederschlägen kurz vor und während der Blühperiode kommt es immer wieder zu starken Infektionen mit dieser Pilzkrankheit. Der Pilz überwintert auf den Trieben. Zur Blütezeit dringt er in den Fruchtknoten ein und führt zu den auffällig deformierten Früchten.

Vorbeugende Maßnahmen:
- Befallene Früchte frühzeitig abpflücken und vernichten.
- Durch regelmäßigen Schnitt für schnelles Abtrocknen des Laubes sorgen.
- Schnittwunden sorgfältig mit  Wundverschluss verstreichen.
- Vor dem Austrieb und während der Blüte mehrmals mit einem Pflanzenstärkungsmittel behandeln.

Kürbisse – eine beeindruckende Vielfalt

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Posted by werner gernand | Posted in Gemüsesamen | Posted on 01-10-2011

In den letzten Jahren erfreuen sich die Kürbisse wachsender Beliebtheit. Die Früchte werden im Herbst nicht nur als Gemüse, sondern besonders zu Halloween als Dekoration verwendet. Beeindruckend ist  vor allem die ungeheure Farben- und Formenvielfalt der Gewächse. Die Farbpalette reicht  vom blassen Weiß über zahlreiche Variationen und Farbkombinationen in sattem Orange, Grün, Gelb und Rot bis hin zu verschiedenen Grautönen. Auch in der Struktur weist die Fruchtschale große Unterschiede auf. Die Oberfläche kann glatt, gerippt, verkorkt oder warzig sein.

Der Kürbis gehört wie auch die Gurke, die Zucchini, die Melone oder die Wassermelone zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie umfasst etwa 100 Gattungen und rund 800 Arten. Die wichtigsten im Gemüsebau kultivierten Arten sind der Gartenkürbis (Cucurbita pepo), der Riesenkürbis (Cucurbita maxima) und der Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata). Die Kürbisfrucht, botanisch gesehen eine Beere, ist ein echtes Schwergewicht im Pflanzenreich. Der schwerste, bislang registrierte Kürbis (Prizewinner) brachte 782 Kilogramm auf die Waage. Der Kürbis ist die Pflanze mit den größten Beeren und größten Samen und gehört mit über 90 Prozent Wassergehalt zu den wasserreichsten Gemüsearten. Sein deutscher Name leitet sich vom lateinischen Corbis für Korb, Gefäß ab.

Was ist das Besondere am Kürbis?
Kürbispflanzen sind echte Rekordhalter: Sie entwickeln die größten Früchte der Erde. Mit seiner enormen Sortenvielfalt ist der Kürbis vielseitig wie kaum ein anderes Gemüse. Er lässt sich braten, grillen, dünsten, überbacken, kochen, einlegen oder pürieren. Man kann ihn süß oder pikant zubereiten. Nicht nur unserem Gaumen hat der Kürbis einiges zu bieten, sondern auch unserer Gesundheit. Kürbis hat ein ausgesprochen günstiges Natrium-Kalium-Verhältnis und enthält extrem viel Beta-Carotin, dazu Vitamine der B-Gruppe, Magnesium, Calcium, Eisen, Phosphor und Kieselsäure.

Muscat de Provence

Wie baut man Kürbisse selber an?
Kürbisse sind kräftig im Wuchs, deswegen gedeihen sie am besten bei voller Sonne in einem Gartenbeet mit tiefgründigem Boden.  Die Anzucht von Kürbissen ist recht einfach. Man kann Mitte Mai, nach den letzten Frösten direkt ins Freiland säen. Abstand: 1,5 x 1m, 3 Korn je Pflanzstelle. Keimtemperatur: optimal 15-20°C. Auch die Vorkultur in Töpfen lohnt sich, weil man die kräftigen Jungpflanzen nach den Eisheiligen Mitte Mai direkt ins Freiland pflanzen kann und so früher erntet. Die Aussaat beginnt etwa Mitte/Ende April im Haus. Am besten verwendet man pro Samen einen kleinen Topf, damit man sich das spätere Pikieren ersparen kann. Kürbisse benötigen zumindest bis zum Fruchtansatz viel Wasser und sollten nach Möglichkeit während der ganzen Kulturzeit gewässert werden. Kürbis ist mit sich selbst und allen anderen Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae, also Gurken und Melonen) unverträglich.

Zierkürbis

Wie werden Kürbisse richtig gedüngt?
Innerhalb kurzer Zeit wachsen Kürbisse den Acker zu und setzen viele Früchte an. Um so viel Biomasse bilden zu können, benötigen sie ausreichend Dünger. Der Boden wird gut gelockert, dabei 3,5 kg Kompost und 50-80 g Horngriess je Quadratmeter eingearbeitet.

Wie werden Kürbisse richtig gepflegt?
Mit ihren großen Blättern bedecken Kürbispflanzen schnell den Boden der Beete und Felder. Dann müssen sie kaum mehr gepflegt werden. Sie sind vergleichsweise unempfindliche Feld- und Gartenfrüchte.

Sweet Dumpling

Wie werden Kürbisse richtig geerntet?
Kürbisse sollten immer reif geerntet werden, denn nur wenige Sorten reifen bei Lagerung nach. Die Kürbisse sollten so lange wie möglich in den Beeten ausreifen, dann halten sie bis weit in den Winter hinein. Kürbisse sind aber nur dann lagerfähig, wenn ihre Schale sauber und unverletzt ist, ansonsten kann sich schnell Fäule ausbreiten.

Was krabbelt da massenweise in meinem Garten?

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 08-09-2011

Sind es Feuerkäfer ? Nein – richtig heißen sie Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus). Zu erkennen sind sie sehr leicht an den auffällig schwarz-orange-roten Rückenfärbungen. Die Tiere haben einen Saugrüssel vorn am Kopf, mit dem sie ihre Nahrung aufnehmen. Sie gehören deshalb zu den saugenden Insekten. Sie leben immer in einer größeren Gemeinschaft und treten daher auch immer zu mehreren, nicht selten Hunderten von Tierchen auf. Dabei sieht man sehr häufig zwei Feuerwanzen, die übereinander sitzen, und das über Stunden hinweg.  Da es in den letzten Jahren nicht besonders kalt war, haben sich die Feuerwanzen sehr schnell vermehrt und werden im Sommer häufig zu einer wahren Plage. Im Winter halten sie Winterschlaf, werden aber bereits sehr aktiv, sobald es im Frühjahr etwas wärmer wird. Zu finden sind sie häufig im Garten, Friedhof, an Häuserwänden und Häuserecken. In der Wohnung sind sie eher selten anzutreffen, aber hin und wieder kann es schon mal vorkommen, dass sie sich auch hierhin verlaufen.

Die Tatsache, dass die Feurwanze über Stinkdrüsen verfügt, bringt sie in die außergewöhnliche Position, keine Freßfeinde zu haben – da sie wohl allen potentiellen Jägern schlicht zu widerlich schmeckt. Feuerwanzen fühlen sich immer dort wohl, wo es warm und trocken ist und sie ausreichend Futter vorfinden. Sie ernähren sich von Aas und Insekteneiern, sind aber auch Blattfresser und saugen mit Vorliebe den Saft aus Linden, Stockrosen und Malvengewächsen auf. Auch Lindensamen gehören zu den bevorzugten Lebensmitteln auf dem Speiseplan der Feuerwanzen. Daher kann man die Feuerwanzen bekämpfen, indem man die Bäume und auch die Häuserecken in regelmäßigen Abständen mit dem Gartenschlauch ordentlich abspritzt. So entfernt man die Nahrung der Feuerwanzen und sie suchen sich eine neue Ecke, mit mehr Angebot an Futter. Wer auf die chemische Keule setzt, der ist mit einem Insektenspray gut beraten. Doch trotz ihres fast Invasionsartigen Auftretens muss man keine schädlichen Auswirkungen für Mensch und Pflanze befürchten. Gerade Kinder spielen gerne mit den Feuerwanzen, lassen sie sich beispielsweise als Mutprobe gleich scharenweise über die Hände laufen – übrigens ist bisher noch kein Fall bekannt geworden, bei dem die Feuerwanze sich aggressiv gegenüber Menschen gezeigt hätte, daher ist auch der Nahe Kontakt mit diesen Tieren völlig ungefährlich.

Gründüngung – Kur für den Boden

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Posted by werner gernand | Posted in Garten | Posted on 01-09-2011

Abgeerntete Beete im Gemüsegarten bieten sich jetzt zur Einsaat mit einer Gründüngung an. Aussäen kann man verschiedene Gründüngerarten wie Phacelia, Gelbsenf, Grünmix, Lupinen oder Luzerne. Auch die Aussaat von Spinatsamen ist für eine Gründüngung geeignet.

Warum Gründüngung aussäen?
Um den Boden mit Humus (Nährhumus) und Pflanzennährstoffen (besonders Stickstoff) anzureichern. Weitere Vorteile einer Gründüngung sind:
- sehr gut gegen Unkraut
- die umgemähten und eingearbeiteten Pflanzen sind gutes Material zum Mulchen
- die Wurzeln des Gründungs lockern den Boden
- die Wasserspeicherkapazität des Bodens wird gesteigert

Phacelia (Bienenweide)

Was bewirkt eine Gründüngung?
Die Wurzeln der Gründüngungspflanzen lockern den Boden tiefgründig. Einige Pflanzen sind sogar in der Lage, Bodenverdichtungen aufzubrechen. Die Pflanzendecke befestigt den Boden und wirkt einer Verschlämmung entgegen. Durch die Begrünung kahler Flächen wird das Unkrautwachstum unterdrückt. Wenn man die Gründüngung abmäht und auf der Fläche liegen lässt, wirkt sie wie eine Mulchschicht. Ein ausgeglichenes Bodenklima, eine bessere Durchlüftung und die organische Substanz aktivieren das Bodenleben. Der Humusanteil im Boden steigt. Die Bodenlockerung und der höhere Humusanteil führen dazu, dass der Boden mehr Wasser speichern kann und besser durchlüftet wird. Einige Pflanzen können sogar Schädlinge im Boden eindämmen. Studentenblumen (Tagetes) vertreiben beispielsweise Fadenwürmer (Nematoden). Schmetterlingsblütler reichen den Boden über ihre Knöllchenbakterien mit Stickstoff an. Blühende Gründüngungspflanzen locken Bienen und andere Nektar sammelnde Insekten an. Die wiederum sorgen für die Bestäubung der Obstbäume im Garten.

Wann sät man eine Gründüngung am besten aus?
Je nach Pflanzenart kann man eine Gründüngung von März bis Oktober aussäen.

Wie lange sollte die Gründüngung wachsen?
Einmal kann man die Pflanzen vor der Samenreife abmähen und lässt sie als Mulch auf der Fläche verrotten. Je nach Pflanzenart muss man eine Vegetationszeit von fünf bis zehn Wochen einkalkulieren. Pflanzen, die nicht winterhart sind, können Sie bei später Aussaat den Winter über stehen lassen, denn sie frieren vor der Samenreife ab. Man mäht die Reste erst im Frühjahr ab und arbeitet sie flach in den Boden ein. Etwa drei bis vier Wochen später kann das Beet neu bestellt werden.

  • Beschreibungen:
  • Blaue Lupine (Lupinus angustifolius)
    Aussaatzeit: Mitte April bis Anfang September
    Merkmale: Stickstoffsammler, nicht winterhart
  • Luzerne (Medicago Sativa)
    Aussaatzeit: Mitte April bis Anfang September
    Merkmale: Tiefwurzler, winterhart, mehrjährig
  • Gelbsenf (Sinapis alba)
    Aussaatzeit: Mitte März bis Ende September
    Merkmale: rasch wachsend, nicht winterhart
  • Phacelia (Phacelia tanacetifolia)
    Aussaatzeit: Mitte März bis Mitte September
    Merkmale: nicht winterhart, bis –8°C frosthart

Die verflixte Petersilie . . . !

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Posted by werner gernand | Posted in Kräutersamen | Posted on 19-08-2011

Immer wieder gibt es Klagen über das Gelbwerden. Mehrere Ursachen sind für mangelnde Wüchsigkeit, Gelbwerden und anschließendes Absterben der Petersilie verantwortlich: Schlecht gelockerte Böden mit verdichtetem Untergrund führen zu Staunässe, die Petersilie nicht gut verträgt. Ihre lange Pfahlwurzel weist darauf hin: Mit Trockenheit wird Petersilie besser fertig. Abhilfe: Nur auf frisch gegrabenen Boden säen, nasse Stellen vermeiden. Staunässe führt zu Pilzbefall – Gelbwerden ist die Folge, die Pflanze stirbt schließlich ab, wenn nichts dagegen unternommen wird. Abhilfe: Gießen oder Spritzen mit Pflanzenstärkungsmitteln (z.B. aus Meeresalgen). Ich säe oder pflanze die Petersilie nicht mehr nur ins Gartenbeet, sondern auch in Blumenkästen, die ich mit  Aussaaterde befülle. Klappt hervorragend. Auch die Spätaussaat Mitte bis Ende August geht vielen der genannten Schwierigkeiten aus dem Wege: Die Böden sind warm und abgetrocknet, der Insekten- und Pilzbefall ist weniger akut. Außerdem steht ab nächstem Frühjahr Petersilie zum Ernten zur Verfügung – ohne Gefahr des Schossens.

Kulturhinweise Petersilie – Petroselinum crispum ssp.crispum L. -

  • TKG: 1,2-1,8 g, 1 g = ca. 600 – 800 Korn
  • Saatgutbedarf: 5 g für 1.000 Pflanzen, 60-80 g/100 m²
  • Aussaat: Direktsaat im Freiland ab einer Bodentemperatur von 15° C, ca. Mai
  • Reihenabstand: 20 x 30 cm
  • Ernte: nach ca.80 Tagen, mehrmaliger Schnitt möglich